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Lobauautoban - Nationalpark gefährdet

Ein Tunnel unter dem Nationalpark Lobau ist eine sehr riskante Angelegenheit: Lärm und die Abgase sind eine schwere Beeinträchtigung der Tierwelt des Nationalparks und seinen BesucherInnen.

Der Nationalpark ist siebenfach gefährdet!

1. Zwei neue Autobahnen (S1 und A22): Ein Autobahnkreuz beim Ölhafen Lobau und der Ausbau der Raffineriestraße als Autobahn (sechs Fahrstreifen, 2 Pannenstreifen, Fluchtwege alle 500 m) nehmen den Nationalpark Lobau in die Zange.

2. Gravierende Eingriffe in den Nationalpark (Bereich Panozzalacke) bzw. in die Erholungsgebiete an der neuen Donau durch Bautätigkeit im Nationalpark

3. Raumbedarf für die Konstruktion der Einhausung, Entlüftungsanlagen und für Lärmschutzwände im Bereich etwaiger Tunnelöffnungen

4. Hoher Nutzungsdruck auf den Standort Ölhafen Lobau/ Tanklager: Höchstrangige Individualverkehr-Anschlüsse (S1 und A22) bedeuten eine wesentliche Aufwertung des Standorts und machen ihn dadurch für Investoren interessant (Büros, Gewerbe, "Wohnen im Nationalpark"). Dies wäre eine massive Bedrohung für den angrenzenden Nationalpark.

5. Ölaltlasten aus dem 2. Weltkrieg sind eine tickende Zeitbombe: Im Krieg wurde die Raffinerie beschossen und große Mengen von Erdöl liefen aus. Auf Grund der Strömungsverhältnisse des Grundwassers, die je nach Wasserstand in der Donau, dem Hafen Lobau und der Neuen Donau variieren, besteht die Gefahr, dass die Verunreinigungen in die Untere Lobau abdriften und somit eine Gefährdung des Grundwasses darstellen würden.

6. Weiters ist darauf hinzuweisen, dass das gesamte Aushubmaterial beim Knoten Lobau (Ölhafen) Sondermüll ist, und teuerst geborgen und abtransportiert werden müsste.

7. Kyoto-Ziel: Zur Erreichung des international verbindlichen Kyotozieles (Reduktion der Treibhausgase) ist eine Verminderung der verkehrsbedingten CO2-Emmissionen unbedingt notwendig. Diese würden bei der Realisierung der Lobauautobahn um rund 30% steigen.

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Foto: Heinz Mooss
Linktipp:
Nationalpark Donauauen

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