ONLINE UNTERSCHREIBEN
 
Die Grünen Wien Grüne für die Lobau
NEWS
LOBAUAUTOBAHN
  Trassenvarianten
SUPer NOW
Arbeitsplätze
Nationalpark-Gefährdung
Verkehrshölle Ost-Region

 

 


 

Lobauautobahn - Strategische Umweltprüfung

Im Herbst 2001 hat die Wiener Stadtregierung die SUPer NOW - die "Strategische Umweltprüfung Entwicklungsraum Nordosten Wien" gestartet.

Ziel der SUPer NOW war es, ein Gesamtbild für die Entwicklung Transdanubiens zu entwickeln. An diesem Prozeß arbeiteten VertreterInnen des Magistrats, der Bezirke und der Interessensvertretungen sowie ExpertInnen (dem "SUP-Team") mit. In vielen ganztägigen Arbeitsgruppensitzungen wurden Grundlagen für die Beurteilung der zukünftigen Entwicklung Transdanubiens zusammengetragen und Vorschläge für die Lösung verschiedenster Probleme erarbeitet. Zusätzlich haben auch Bürgerforen stattgefunden, in denen die betroffenen BürgerInnen ihre Meinung einbringen durften.

Der Gesamtaufwand für diesen - grundsätzlich zu begrüßenden - Prozeß war also enorm. Neben den sicherlich hohen Gesamtkosten, steckt auch sehr viel Zeit der ExpertInnen und der BürgerInnen darin.

Am Schluß konnten sich die ExpertInnen des SUP-Teams auf keinen gemeinsamen konsensualen Bericht einigen. Es spießte sich bei der Frage, ob eine 6. Donaustraßenquerung notwendig ist und wenn ja, wann und wo.

Das Ökobüro als Vertreter der Umweltorganisationen (u.a. Global 2000, Greenpeace und WWF) sprach sich für das in der SUPer NOW berechnete Szenario 3 ("Ökoszenario") aus. Darin wird der öffentliche Verkehr in Transdanubien massiv forciert und die Siedlungs- und Betriebsansiedelungspolitik am öffentlichen Verkehr ausgerichtet.

Leider reklamierten die Vertreter der Stadt Wien in der letzten Arbeitsgruppensitzung die "Subvariante 4a" hinein (= SPÖ-Trasse). Die Auswirkungen dieser Trassenvariante war in der SUPer NOW überhaupt nicht berechnet worden. Aber man gab sich mit ungefähren Schätzungen zufrieden. Die SUPer NOW wurde im April 2003 abgeschlossen.

 

Folgende wichtige Erkenntnisse brachte die SUPer NOW:

  • In Transdanubien ist es höchst an der Zeit den öffentlichen Verkehr auszubauen. 3 neue Straßenbahnlinien und die Attraktivierung der S-bahnen und die verlängerung der U2 bis zum Flugfeld Aspern werden vorgeschlagen.
  • Zur Bewältigung des Verkehrs sind zusätzlich wirksame Verkehrsvermeidungsmaßnahmen notwendig.
  • Vor einem allfälligen Bau von Hochleistungsstraßen sind zuerst die Ausbaumaßnahmen für den öffentlichen Verkehr und die Verkehrsvermeidungsmaßnahmen umzusetzen.
  • Die Trassenvariante für eine Nordostumfahrung an der Wiener Stadtgrenze wurde abgelehnt. Die massiven wirtschaftlichen und siedlungspolitischen Negativeffekte dieser Variante wurden durch die SUPer NOW eindrucksvoll bewiesen.

 

Grundsätzlich ist das Instrument einer strategischen Umweltprüfung (SUP) eindeutig zu begrüßen. Denn die "normale" Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) prüft nur eine bereits festgelegte Trasse auf ihre Umweltverträglichkeit. Wie die Diskussion über die B301 bewiesen hat, steht dabei die grundsätzliche Frage, ob die Autobahn überhaupt notwendig ist, nicht mehr zur Debatte.

Die ExpertInnen des SUP-Teams arbeiteten also eineinhalb Jahre an fachlichen Analysen und Aussagen. Es wurden verschiedene Szenarien seriös durchgerechnet. Das Ergebnis hätte sich durchaus sehen lassen können. Das größte Problem an der SUPer NOW war der Umstand, daß es für die SUP in Österreich keine rechtlichen Verankerung gibt.

Deshalb war es für die Stadt Wien nicht schwer, ihre Wunschvariante hinein zu reklamieren und nun wider besseren Wissens zu behaupten, daß ihre Variante (SPÖ-Trasse) das Ergebnis der SUPer NOW sei.

TOP 

 
Foto: Heinz Mooss
Linktipps:
Ziele und Ablauf des SUPer NOW - Prozesses
Ergebnisse der SUPer NOW
Foto: Hertenberger

Foto: Heinz Mooss
 
Impressum: Medieninhaber: Grüner Klub im Rathaus, A-1082 Wien, Rathaus, Stiege 6 - Hochparterre
t +43-1/4000-81800, f + 43-1/99/4000-81811 , Ansprechperson: Wolfgang Kamptner,
wolfgang.kamptner@gruene.at