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Lobauautobahn - Trassenvarianten

Im April 2003 wurde die strategische Umweltprüfung über die Entwicklung des Nordostens von Wien (SUPer NOW) abgeschlossen. Dabei wurde auch die Frage einer 6. Donaustrassenquerung behandelt.

Folgende Trassenvarianten sind derzeit in Diskussion:

SPÖ-Trasse

Die von der SPÖ-Wien favorisierte neue Querung der Donau wurde im SUPer NOW-Verfahren nicht geprüft und bedeutet sowohl den Ausbau der Raffineriestraße zur A22, eine Untertunnelung des Nationalparks Lobau als auch einen riesigen oberirdischen Autobahnknoten zwischen Donauinsel und Lobau.

MINUS

Zunahme des Autoverkehrs um 40-50 %, wodurch nicht nur die Lobau, sondern letztlich auch die Wohngebiete in der Donaustadt in Mitleidenschaft gezogen würden.

Wien bekommt ein Transit-Problem. Die Nordostumfahrung gemeinsam mit der geplanten Nordautobahn holen den Transitverkehr in den Raum Wien.

Zerstörung des Nationalparks Lobau, welcher durch zwei (!) neue Autobahnen (S1 und A22) in die Zange genommen wird.

Die Bautätigkeiten für die A22 würden den Bereich Panozzalacke und das Erholungsgebiet Neue Donau verwüsten.

Gefährdung des Grundwasserhaushalts der Au.

 

Opti-Now-Trasse

Diese Trasse wurde in der SUPer NOW favorisiert.

MINUS

Größter Nachteil dieser Variante ist die Beeinträchtigung der Siedlungsgebiete (z.B. Biberhaufenweg).

 

Speckgürteltrasse

Diese Trasse wird vor allem von Niederösterreich favorisiert. Die Beurteilung in der SUPer NOW ist sehr negativ.

MINUS

Neue Einkaufszentren und Fachmärkte schwächen die Nahversorgung.

Die Straße verursacht Zersiedelung. Dadurch erhöhen sich Anzahl und Länge der zurückzulegenden Wege.

Große Gefährdung des Grundwasserhaushalts der Au durch den 4 km langen Tunnel.

Trasse zerschneidet das Marchfeld.

 

Ökoszenario

In der SUPer NOW wurde auch ein Ökoszenario untersucht, welches massiv auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie auf Verkehrsvermeidungsmaßnahmen setzt und Hochleistungsstraßen vermeidet. Dieses Szenario bringt ein geringeres Verkehrsaufkommen und einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß (Kyoto-Ziel).

 

Vorschlag der Grünen

Die Grünen sprechen sich für die Umsetzung des Ökoszenarios aus. Zusätzlich schlagen sie lokale Umfahrungen der Ortskerne vor, um diese rasch vom Pendlerverkehr zu entlasten. Außerdem soll die Stadt die innerstädtische Verdichtung statt einer Erweiterung in der Peripherie vorantreiben.
Sollte nach dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Umsetzung effektiver Verkehrsvermeidungsmaßnahmen eine weitere Untersuchung ergeben, daß aus verkehrlicher Sicht eine 6. Donaustrassenquerung tatsächlich notwendig ist, dann kommt für die Grünen höchstens die "Wenn-schon-dann-hier-Variante" in Frage. Hierbei würde die Fortsetzung der S1-Wiener Südrandstraße als Tunnel vom Schwechater Kreuz bis zur A22 im Bereich Knoten Kaisermühlen geführt werden.

 

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Plan: Trassenvarianten

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Foto dialognow Innentrasse

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Eingehauste Donaubrücke

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Innenvariante im Bereich Ölhafen Lobau

   Innenvariante im Bereich Ölhafen Lobau:
   Zwei mögliche Trassen
  
  
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Aussenvariante im Bereich Ölhafen Lobau

   Aussenvariante im Bereich Ölhafen Lobau:

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